aidadiva - norwegische fjorde

Reisebericht "Norwegische Fjorde" AIDAdiva 06.06.2026 - 13.06.2026

Wir wagen uns wieder an etwas Neues. Neu ist nicht nur das Ziel, sondern auch die Art, wie wir reisen. Es wird eine Kreuzfahrt, das steht fest. Und da wir eine möglichst kurze Anreise zum Hafen wünschen, wird Warnemünde sowohl unser Abfahrts- als auch unser Zielhafen sein.

Außerdem haben wir uns für die AIDAdiva und die Route „Norwegische Fjorde“ entschieden – eine Reise, die uns in eine der beeindruckendsten Naturlandschaften Nordeuropas bringen soll.

Die Vorfreude ist riesig, aber auch die Neugier ist groß. Wie fühlt es sich an, in einem schwimmenden Hotel unterwegs zu sein? Wird eine Kreuzfahrt unseren Erwartungen gerecht? Mit vielen Fragen, einer Portion Aufregung und der Hoffnung auf unvergessliche Erlebnisse startet unser Abenteuer.

06.06.2026 Anreise

Endlich ist es so weit: Unsere erste Kreuzfahrt steht bevor! Am Morgen machen wir uns mit dem Zug von Neubrandenburg über Neustrelitz auf den Weg nach Warnemünde. Die Anreise verläuft entspannt und mit jedem Kilometer, den wir zurücklegen, wächst unsere Vorfreude.

Am Bahnhof in Warnemünde erwartet uns gleich der erste tolle Service von AIDA. Direkt am Bahnsteig können wir unser Gepäck abgeben, sodass wir bis zum Check-in nur mit leichtem Gepäck unterwegs sind.

Das nutzen wir, um noch ein bisschen durch das hübsche Ostseebad zu schlendern. Die Promenade, der Alte Strom mit seinen Fischerbooten, der Duft von Räucherfisch und die vielen kleinen Läden und Cafés sorgen für einen gelungenen Start in unsere Reise.

Wir sind rechtzeitig am Terminal zurück für unseren gebuchten Check-in von 12:00 bis 13:00 Uhr. Leider hat sich schon eine lange Schlange gebildet. Doch es geht zügig voran. Genügend Personal steht bereit, um zu helfen. Immer wieder wird freundlich darauf hingewiesen, dass wir unser AIDA-Ticket und den Ausweis bereithalten sollen.

So dauert es nicht lange, und wir halten unsere Bordkarten in den Händen. Wir betreten die AIDAdiva. Jetzt heißt es zunächst, Kabine 8148 zu finden und unser neues Zuhause für die nächste Woche zu erkunden. Leider ist unsere Kabine noch nicht bereit. Da unser Gepäck auch noch nicht angekommen ist, legen wir nur unsere Sachen ab und gehen erst mal im Buffet-Restaurant auf Deck 9 Mittag essen.

Danach nutzen wir die Zeit für einen ersten Rundgang über das Schiff. Es gibt so viel zu entdecken, und wir sind beeindruckt von der Größe der AIDAdiva sowie den zahlreichen Restaurants, Bars und Außendecks. Schnell verlieren wir die Orientierung und wissen nicht mehr, wo das Heck und wo der Bug des Schiffes ist, und ob wir jetzt Backbord oder Steuerbord unterwegs sind.

Die Beschilderung der Kabinennummern führt uns letztendlich zurück zu unserer bezugsfertigen Kabine. Auch unser Gepäck steht vor der Tür.

Eine wichtige Aufgabe müssen wir noch erledigen: Jeder Passagier muss die Sicherheitseinweisung absolvieren. Das geschieht ganz bequem über den Fernseher in unserer Kabine. Danach muss jeder eine Rettungsweste anlegen und sich zum angegebenen Sammelplatz auf Deck 5 begeben. Dort angekommen wird die Bordkarte gescannt, und das war’s dann.

Jetzt steigt die Aufregung, denn um 17:00 Uhr ist es endlich soweit: Die Leinen werden losgemacht, und die AIDAdiva verlässt langsam den Hafen von Warnemünde. Von unserer Balkonkabine aus beobachten wir das Auslaufen, während immer mehr Land hinter uns verschwindet. Für uns ist dieser Moment etwas ganz Besonderes – unsere erste Kreuzfahrt hat nun wirklich begonnen.

Warnemünde
Warnemünde
AIDAdiva
AIDAdiva
AIDAdiva Warnemünde
AIDAdiva Warnemünde

07.06.2026 Seetag

Nach dem spannenden Auftakt unserer Reise am Vortag freuen wir uns heute auf unseren ersten kompletten Seetag an Bord der AIDAdiva. Es ist der ideale Tag, um die vielfältigen Möglichkeiten an Bord auszuprobieren.

Bereits am Morgen starten wir entspannt in unseren Wellnessbesuch. Von 08:00 bis 11:00 Uhr (schon vor unserer Reise gebucht) verbringen wir entspannende Stunden im Organic Spa, inklusive Sauna. Die angenehme Wärme, die chillige Atmosphäre und vor allem der Blick aufs Meer sorgen für einen super Start in den Tag. Nach den ersten aufregenden Erlebnissen der Reise tut diese Auszeit besonders gut.

Um 12:00 Uhr sorgt die Hendlparade mit den Offizieren für beste Unterhaltung. Mit viel Charme und guter Laune präsentieren sich die Offiziere zusammen mit der Crew in der Almhütte.

Die Veranstaltung ist unterhaltsam, witzig und bringt viele Gäste zum Schmunzeln und Mitwippen. Natürlich darf auch ein leckeres Hendl, serviert von den Offizieren, nicht fehlen. Okay, ich habe schon besseres Hendl gegessen. Bei uns nennt man die Dinger übrigens Broiler.

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Entspannung. Auf den Außendecks genießen wir die frische Seeluft und beobachten das sanfte Spiel der Wellen. Wir schlendern durch das Schiff und lassen die vielen Eindrücke auf uns wirken.

Gegen 14:00 Uhr hält dieser Seetag für uns ein weiteres Highlight bereit: die Begegnung mit unserem Schwesterschiff AIDAnova mitten auf offener See.

Die AIDAnova kommt langsam näher und näher, bis sie schließlich auf gleicher Höhe neben uns fährt. Hunderte Gäste versammeln sich an den Außendecks, winken sich zu, schwenken Handtücher und halten den besonderen Moment mit ihren Kameras fest.

Der Höhepunkt folgt, als beide Schiffe ihre Typhone erklingen lassen und sich mit einem beeindruckenden Hornkonzert begrüßen. Die markanten Signale hallen weit über das Meer und sorgen für Gänsehaut. Für ein paar Minuten fahren AIDAdiva und AIDAnova Seite an Seite, bevor sie sich wieder trennen und die AIDAnova langsam am Horizont verschwindet.

Am Abend erwartet uns ein kulinarisches Highlight. Wir haben im Voraus Plätze im French Kiss reserviert. Um 18:45 Uhr nehmen wir im Spezialitätenrestaurant French Kiss Platz.

Das schicke Ambiente und die französisch inspirierte Küche machen das Dinner zu einem besonderen Erlebnis. Wir genießen unser ausgewähltes Drei-Gänge-Menü und lassen uns von den liebevoll zubereiteten Speisen verwöhnen.

Besonders empfehlenswert ist das „Beef-Tatar nach Art des Chefs“ als Vorspeise. Ich habe auch die „Weinbergschnecken in Knoblauch-Kräuter-Butter“ probiert.

Als Hauptgericht gab es „Rosa gebratenes Rinderfilet mit Zwiebel-Confit, getrüffeltem Rahmkohlrabi und Kartoffelgratin“ und als Dessert den „AIDA Kussmund gefüllt mit einem Joghurt-Rote-Beeren-Mousse“.

Anschließend zieht es uns zur AIDA Prime Time mit Svenja im Theatrium. Die AIDA feiert heute ihren 30. Geburtstag und der Abend steht unter dem Motto – 30 Jahre AIDA Spezial -.

08.06.2026 Kristiansand

Als wir am frühen Morgen aufwachen, hat sich die Umgebung total gewandelt. Anstelle der offenen Ostsee ziehen jetzt unzählige kleine Schäreninseln an uns vorbei. Felsen ragen aus dem Wasser, dazwischen stehen rot und weiß gestrichene Holzhäuser, kleine Bootsanleger und Leuchttürme.

Norwegen begrüßt uns mit einer ruhigen, fast märchenhaften Küstenlandschaft. Langsam steuert die AIDAdiva auf den Hafen von Kristiansand zu. Die Einfahrt ist atemberaubend. Pünktlich legt die AIDAdiva im Hafen an.

Das Stadtzentrum ist nur ein paar Gehminuten entfernt – perfekt, um die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Auch das Wetter spielt mit. Es ist zwar bewölkt, aber es sieht so aus, als würde es im Laufe des Tages klarer werden. Die Temperatur liegt bei etwa 15 Grad Celsius.

Nach dem Frühstück betreten wir zum ersten Mal norwegischen Boden. Gleich zu Beginn unseres Spaziergangs treffen wir auf Vilhelm Krag, einen der bedeutendsten Schriftsteller Norwegens. Krag wurde 1871 hier in Kristiansand geboren und hat die Literatur seiner Zeit maßgeblich geprägt. Die Bronzestatue zeigt ihn sitzend mit einem Spazierstock und einem Strauß Disteln in der Hand, seiner Lieblingsblume.

Links, gegenüber dem Wasser, sehen wir zwei der auffälligsten Gebäude des modernen Kristiansand: das Kunstsilo, ein ehemaliges Getreidesilo, das heute eines der beeindruckendsten Kunstmuseen Norwegens beherbergt, und direkt daneben das Kilden Performing Arts Centre.

Besonders auffällig an diesem Gebäude ist die geschwungene Fassade aus einheimischer Eiche, die an eine Meereswelle oder den Rumpf eines traditionellen Holzschiffes erinnert. Direkt darunter verläuft eine etwa 100 Meter lange Glasfassade, in der sich die AIDAdiva wunderschön spiegelt. Ein absolutes Must-Have-Fotostop!

Wir gehen weiter zum Fiskebrygga, dem historischen Fischmarkt. Früher landeten hier täglich die Fischer ihren Fang an, und auch heute dreht sich vieles um frischen Fisch und Meeresfrüchte.

Wir schlendern jetzt die malerische Uferpromenade entlang der sogenannten Nordic Waterways. Der Pfad verläuft direkt am Wasser und bietet immer wieder tolle Ausblicke auf den Hafen, kleine Boote und die umliegenden Inseln.

Die frische Meeresbrise, die entspannte Stimmung und die regelmäßig auftauchenden blühenden Blumenbeete entlang des Weges machen diesen Abschnitt besonders angenehm.

Bald erreichen wir die Christiansholm Festung. Diese wurde ab 1672 unter König Christian V. erbaut, um den Hafen zu verteidigen. Ihre dicken Mauern sollten feindliche Kriegsschiffe abhalten. Heute lädt die Festung zu einem kurzen Stopp ein. Von hier aus genießen wir einen schönen Blick auf den Hafen, die Uferpromenade und den Skagerrak.

Wir setzen unseren Spaziergang an der Uferpromenade fort und kommen zum Playground, einem modernen Spiel- und Freizeitbereich direkt am Wasser.

Vom Playground aus gelangen wir direkt zum Otra-Fluss, dem wir dann flussaufwärts folgen. Auf der linken Seite liegt der relativ neue Stadtteil Tangen. Das gesamte Gebiet wird nach und nach in ein modernes Wohnviertel mit direktem Wasserzugang umgestaltet.

Nach etwa einem knappen Kilometer tauchen auf der linken Seite gepflegte Grünflächen mit Sitzbänken, Spielplätzen und einzelnen Bäumen auf. Hier machen wir eine kurze Pause.

Nur wenige Gehminuten westlich, wo wir links abbiegen, beginnt mit Posebyen die historische Altstadt aus dem 18. Jahrhundert. Posebyen ist eine der größten Ansammlungen alter, charmanten Holzhäuser, von denen viele den großen Brand von 1892 unbeschadet überstanden haben.

Wir schlendern durch die Straßen bis zum Marktplatz, wo die beeindruckende Kristiansand Kathedrale aus dem Jahr 1884 thront. Wir lassen den Anblick dieser neugotischen Kathedrale erst einmal auf uns wirken, bevor wir hineingehen. Drinnen werden wir von einem kostenlosen Orgelkonzert überrascht. Leise suchen wir uns eine Bank und hören der Musik zu.

Nach dem Orgelkonzert machen wir uns auf den Rückweg durch das rechtwinklige Straßennetz der Innenstadt in Richtung Hafen. Schon bald erreichen wir wieder den Fischmarkt und anschließend das Kreuzfahrtterminal.

Nach dem Mittagessen an Bord und einem ausgiebigen Mittagsschlaf in unserer Kabine sind wir wieder bereit für einen Cocktail an der Panorama-Bar.

Doch vorher beobachten wir das Ablegemanöver der AIDAdiva. Pünktlich um 17:00 Uhr sagen wir Tschüss Kristiansand. Wir genießen noch eine Weile die vorbeiziehende beeindruckende Landschaft, bevor es zur Bar geht.

„A Pirate’s Desire“ müssen wir unbedingt probieren. Es ist ein beliebter Spezial-Cocktail auf den Schiffen der Kussmundflotte, der vor allem für sein ansprechendes Aussehen und den coolen Raucheffekt bekannt ist. Der Cocktail wird nicht einfach im Glas serviert, sondern in einer geschlossenen Schatztruhe.

Sobald der Deckel der Truhe geöffnet wird, entweicht dichter Rauch, der sich wie Nebel über den Cocktail legt und somit ein echtes Piratenfeeling erzeugt. Der Cocktail „A Pirate’s Desire“ ist normalerweise nicht in den regulären AIDA-Getränkepaketen (wie dem ALL IN Paket) enthalten und kostet in der Panorama-Bar 13,90 EURO.

Nächste Etappe: 244 Seemeilen bis Bergen.

09.06.2026 Bergen

Unsere Aufenthaltszeit in Bergen ist von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Das Wetter ist wirklich nicht toll. Bergen wird offiziell als die regenreichste Großstadt in Europa angesehen. Im Durchschnitt hat die Stadt zwischen 200 und 240 Regentage pro Jahr, und heute ist da keine Ausnahme. Die Temperaturen draußen liegen bei etwa 13 Grad Celsius. Zum Glück weht nur ein schwacher bis mäßiger Wind.

Nach dem Mittagessen verlassen wir das Schiff und gehen wieder auf eigene Faust auf Erkundungstour.

Unser erstes Ziel ist die Festung Bergenhus. Diese Festung gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen in Norwegen. Wir schauen uns die alten Mauern nur von außen an, bevor wir weiterziehen.

Das berühmte Hanseviertel Bryggen ist unser nächster Halt. Die engen, bunten Holzhäuser mit ihren typischen Giebeln zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Zwischen den Gebäuden gibt es schmale Holzstege und kleine Hinterhöfe, wo sich Galerien, Kunsthandwerker und gemütliche Cafés befinden.

Über Jahrhunderte war Bergen ein wichtiges Handelszentrum der Hanse. Dieser historische Charme ist hier noch überall spürbar.

Nur ein paar Schritte entfernt liegt der bekannte Fischmarkt. Hier geht es lebhaft zu. Händler bieten frisch gefangenen Lachs, Heilbutt, Kabeljau und Königskrabben an. Der Duft von frisch zubereiteten Fischgerichten liegt in der Luft. Die Preise sind allerdings auch ziemlich hoch.

Danach steuern wir die Touristeninformation an. Dort sind wir trocken und können uns setzen und etwas entspannen. Das Beste daran: es gibt kostenloses WLAN.

Also, es regnet immer noch und die Wolken hängen tief über der Stadt. Wir entscheiden uns, die größte Touristenattraktion von Bergen, die Standseilbahn Fløibanen und den Berg Fløyen, auszulassen und machen uns auf den Rückweg zum Schiff.

Abends schauen wir uns im Theatrium die Show „Rock the Concert“ mit Hits von AC/DC, Nirvana und Metallica an. Die „AIDA Stars“, bestehend aus Sängern und Tänzern, liefern eine großartige, mitreißende Show ab. Alle sind begeistert und die Stimmung an Bord könnte nicht besser sein. Der Regen ist völlig vergessen!

Morgen erwartet uns mit Vik einer der ursprünglichsten Orte der gesamten Reise – ein kleines Dorf am Ufer des Sognefjords mit einer der schönsten Stabkirchen Norwegens.

10.06.2026 Vik

Es ist noch früh am Morgen. Die AIDAdiva gleitet fast geräuschlos durch das tiefblaue Wasser. Die steilen Berghänge spiegeln sich klar im Fjord wider. Immer wieder plätschern kleine Wasserfälle an den Berghängen vorbei.

Bereits um 07:00 Uhr erreichen wir unser Ziel. Da der Hafen für ein Schiff dieser Größe nicht geeignet ist, bleibt die AIDAdiva im schönen Sognefjord vor Anker.

Die Tenderboote werden vorbereitet und langsam ins Wasser gelassen. Nach dem Frühstück beginnt für uns ein weiterer kleiner Höhepunkt der Reise – die Fahrt mit einem Tenderboot.

Der Übergang vom Schiff über die ausgefahrene Tenderplattform in das Boot wird von der Deckmannschaft überwacht. Das Wasser ist ruhig und so ist es kein Problem, ins Tenderboot zu steigen.

Es dauert noch eine Weile, bis unser Boot voll ist. Die wenigen Minuten bis zum Anleger vergehen dann viel zu schnell. Vom Wasser aus wirkt die AIDAdiva noch beeindruckender.

Sanft legen wir an der kleinen Tenderpier im Ortskern an. Direkt von der Pier aus starten wir unsere Wanderung.

Der Weg führt uns zunächst durch den ruhigen Ort und verläuft dann auf einer leicht ansteigenden Landstraße, umgeben von grünen Wiesen und Bergen. Die Luft duftet frisch nach Natur.

Nach einem entspannten, etwa 30-minütigen Fußmarsch erscheint sie vor uns: die beeindruckende Stabkirche Hopperstad aus dem Jahr 1130.

Mit ihren pechschwarzen, hölzernen Drachenköpfen auf den Dächern sieht sie aus wie aus einer anderen Welt.

Wir nutzen die Gelegenheit, um aus der Ferne Fotos zu machen und bewundern die filigrane Schnitzkunst aus der Wikingerzeit direkt am Holz.

Von der Stabkirche führt ein Weg östlich durch das Tal. Der Pfad verläuft vorbei an plätschernden Bächen und grünen Wiesen, vorbei an typischen norwegischen Bauernhöfen.

Nach einer weiteren halben Stunde und einer kurzen Pause auf einem Hügel mit herrlichem Blick auf Vik und die AIDAdiva auf Reede erreichen wir die Hove Steinkirche.

Sie bildet den perfekten Kontrast zur Hopperstad: Statt dunklem Holz erwartet uns hier eines der ältesten Steingebäude Norwegens aus hellem Bruchstein.

Die schlichte, romanische Architektur inmitten der friedlichen, grünen Landschaft strahlt eine unglaubliche Ruhe aus.

Nach einer weiteren Fotopause machen wir uns auf den Rückweg. Es geht sanft bergab zurück in Richtung Fjord.

Zurück im Ort besuchen wir noch die Touristeninformation, um das kostenlose WLAN zu nutzen.

An der Tenderpier hat sich bereits eine kleine Schlange gebildet. Das Boarding für das Tenderboot erfolgt zügig und organisiert. Als das Boot ablegt und wir wieder auf die AIDAdiva zusteuern, blicken wir zurück auf das Tal von Vik.

Ein wunderbarer, entspannter Ausflug auf eigene Faust neigt sich dem Ende zu, während an Bord bereits das Mittagessen auf uns wartet. Am Nachmittag buchen wir dann spontan für den nächsten Tag einen Landausflug um 14:00 Uhr „Panorama des Måbø-Tals und Wasserfall Vøringsfossen“ für 99,00 EURO pro Person.

Nach dem Abendessen genießen wir den schönen Abend mit ein paar Cocktails an der Bar.

Später, in unserer Kabine, gehen wir auf den Balkon. Der Himmel strahlt in einem unglaublichen Mix aus flüssigem Gold und Magenta. Das Wasser sieht aus wie dunkles Glas. Eine kühle, frische Brise zieht über unseren Balkon, während das Schiff fast geräuschlos durch die majestätische Stille gleitet.

Die Welt um uns herum scheint unendlich weit und gleichzeitig ganz nah. Wir halten den Atem an, als die Sonne schließlich um Punkt 23:05 Uhr den Horizont berührt.

11.06.2026 Eidfjord

Es ist kurz vor sechs Uhr am Morgen, als ich zum ersten Mal die Tür zum Balkon aufmache. Die AIDAdiva fährt langsam durch den Hardangerfjord. Das Wasser ist so still, dass die umliegenden Berge sich darin wie in einem riesigen Gemälde widerspiegeln. Nur die sanfte Bugwelle zieht zarte Linien über die glatte Wasseroberfläche.

Mit jeder Seemeile verändert sich die Umgebung. Die Berghänge kommen näher zusammen, und die Gipfel steigen höher und steiler an. Aus engen Felsspalten stürzen unige Wasserfälle herab. Die aufgehende Sonne hüllt die Gipfel in ein warmes Licht, während das Tal noch im Schatten liegt. Dieser Gegensatz lässt die Landschaft fast dreidimensional wirken.

Gegen acht Uhr erscheinen die ersten Häuser von Eidfjord. Der kleine Ort ist malerisch zwischen steilen Bergen am Ende des Hardangerfjords gelegen. Langsam steuert die AIDAdiva in das Hafenbecken ein.

Nachdem die Leinen festgemacht sind, verlassen wir zusammen mit vielen anderen Gästen das Schiff für einen ersten kleinen Rundgang durch den Ort.

Eidfjord ist ein hübsches Dorf mit nur etwa 900 Einwohnern. Eingebettet in eine dramatische Naturlandschaft aus steil aufragenden Bergen, tiefblauem Fjordwasser und saftig grünen Wiesen, hat uns das Wetter heute wirklich begünstigt. Eidfjord begeistert uns mit einem atemberaubenden Ausblick.

Pünktlich um 14:00 Uhr beginnt unser Landausflug direkt am Pier. Unser Bus verlässt den Hafen und folgt der fjordnahen Straße nach Norden, bis plötzlich die beeindruckende Hardangerbrücke (Hardangerbrua) vor uns auftaucht.

Sie zählt zu den längsten Hängebrücken der Welt und überspannt den Fjord in schwindelerregender Höhe. Wir machen kurz vor der Brücke einen geplanten Fotostopp. Wir steigen aus, spüren den frischen Wind und knipsen schöne Bilder von der eleganten Stahlkonstruktion, die sich zwischen den steilen Felswänden des Fjordendes spannt.

Nach dem Fotostopp steigen wir wieder ein, und der Bus fährt auf die Brücke zu. Doch anstatt sie ganz zu überqueren, tauchen wir direkt in den Felsen ein. Wir fahren in den spektakulären Vallaviktunnel.

Nach wenigen Momenten mitten im Berg erwartet uns eine kuriose Überraschung: ein blau beleuchteter, unterirdischer Kreisverkehr im Tunnel! Der Bus dreht elegant seine Runden im Fels, wendet und nimmt die Abzweigung, um nun die Strecke wieder in Richtung Eidfjord und weiter zum Vøringsfossen anzutreten. Ein faszinierendes Meisterwerk norwegischer Ingenieurskunst, das uns in Staunen versetzt.

Wir passieren Eidfjord erneut und fahren nun tiefer in das enge, tief eingeschnittene Måbø-Tal. Die steilen, dicht bewachsenen Felswände erheben sich majestätisch links und rechts. Der Bus windet sich nach oben auf das Hochplateau der Hardangervidda bis zum Vøringsfossen. Jetzt haben wir Zeit, das Gebiet zu erkunden.

Die gesamte Anlage besteht aus einem gesicherten Wanderweg. Es wurden verschiedene Aussichtspunkte eingerichtet und eine spektakuläre Treppenbrücke gebaut, die den oberen Bereich bei Fossli mit dem unteren Plateau in Fossatromma verbindet. Mit fantastischen Fotos im Gepäck machen wir uns auf den Rückweg.

Gegen 16:15 Uhr kommen wir zurück am Hafen von Eidfjord an, wo unser Kreuzfahrtschiff majestätisch im tiefblauen Fjord auf uns wartet. Das ist auch nötig, denn um 16:30 Uhr müssen alle Gäste wieder an Bord sein. Nun, um 17:00 Uhr, stehen wir auf dem Balkon und beobachten das Ablegemanöver.

Die Leinen werden losgemacht und zwischen Schiff und Kaikante entsteht schnell eine Lücke von etwa 5 Metern. Jemand läuft ganz aufgeregt am Land hin und her. Er gestikuliert und winkt. Erst jetzt bemerke ich einen Koffer, der von der Hafenbehörde in ein Hafengebäude gebracht wird. Gehört der Koffer zu dieser Person? Hat er die Abfahrt verpasst und wurde sein Gepäck an Land gebracht?

Das Schiff entfernt sich weiter von der Kaikante. Jetzt sind es vielleicht schon 20 Meter zwischen Schiff und Land. Die Person am Land scheint wirklich sehr aufgeregt, ja verzweifelt zu sein. Dann kommt eine Durchsage von der Kapitänsbrücke. Es gibt ein kleines Problem, das Auslaufen verzögert sich.

Ganz langsam nähert sich das Schiff wieder der Kaikante. Eine Luke wird geöffnet und eine Landbrücke ausgefahren. Der Mann darf doch noch an Bord. Das kostet jetzt aber eine Runde für alle an Bord!

12.06.2026 Seetag

Nach vier erlebnisreichen Tagen in Norwegen startet dieser Morgen ganz anders.

Als ich die Balkontür öffne, sehe ich keinen Fjord, keine steilen Felswände und keine kleinen Dörfer mehr. Stattdessen reicht mein Blick bis zum Horizont. Das Meer scheint unendlich. Die AIDAdiva gleitet ruhig nach Süden, während eine sanfte Welle das Schiff kaum spürbar bewegt.

Schon vor der Reise hatten wir beschlossen, den Seetag bewusst zur Erholung zu nutzen. Deshalb führt unser erster Weg nach dem Frühstück in den Spa- und Saunabereich der AIDAdiva.

Durch die großen Fenster in der Sauna hat man einen direkten Blick auf das Meer. Während draußen die Wellen vorbeiziehen, genießen wir die angenehme Wärme. Es gibt nur wenige Orte, an denen Entspannung und Natur so perfekt harmonieren wie hier.

Nach dem Saunagang bringt die Abkühlung auf dem Balkon im Saunabereich neue Energie. Anschließend machen wir es uns auf bequemen Ruheliegen gemütlich. Die Zeit scheint stillzustehen.

Es gibt drei verschiedene Saunen. Eine Finnische Sauna, die heißeste Option an Bord mit Temperaturen von bis zu 90 °C, ideal für intensive Schwitzgänge. Außerdem gibt es eine Aromasauna, eine mildere Sauna mit angenehmen Temperaturen, kombiniert mit wechselnden Duftessenzen und Meerblick. Und schließlich eine Dampfsauna.

Außerhalb der Saunen, im Duschbereich, befindet sich ein Eisbecken. Hier kann man sich nach dem Saunagang mit Eiswürfeln abkühlen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Auch eine Kübeldusche bzw. Schwalldusche ist vorhanden. Über einen Seilzug kippt man einen Holzeimer um, der sich über einem befindet. Dadurch ergießt sich plötzlich ein Schwall eiskaltes Wasser von oben über den Körper. Dies sorgt für den perfekten Gefäßreiz nach der Hitze.

Zahlreiche weitere Erlebnisduschen in Kombination mit klassischen Kneipp-Schläuchen bringen ebenfalls den Kreislauf in Schwung.

Außerhalb des Saunabereichs gibt es einen großzügigen Whirlpool und eine weitere Erlebnisdusche, die sich in einer schön gestalteten grünen Ruheoase mit Entspannungsliegen einfügt.

Am Nachmittag erkunden wir noch einmal das gesamte Schiff. Für 18:30 Uhr haben wir wieder zwei Plätze im French Kiss reserviert und um 21:00 Uhr beginnt im Theatrium die Show „Ciao, Italia!“ mit den AIDA Stars.

Wir sind begeistert von der mitreißenden Musik- und Unterhaltungsshow. Die AIDA Stars bringen mit bekannten italienischen Klassikern und modernen Pop-Hits echtes Urlaubsflair auf die Bühne. Requisiten wie eine Vespa, ein Eiswagen und eine Pizzeriaszene erwecken das unbeschwerte Lebensgefühl Italiens zum Leben.
Jetzt müssen wir noch unsere Koffer packen, denn bis 02:00 Uhr nachts sollen sie vor die Kabinentür stehen.

13.06.2026 Warnemünde

Als wir am Morgen aufwachen, sehen wir schon die deutsche Ostseeküste. Die AIDAdiva kommt langsam in Warnemünde an. Das Wetter verwöhnt uns mit Sonnenschein und ein paar Wolken bei etwa 18 Grad Celsius.

Der Leuchtturm erscheint am Horizont. Kurz danach fahren wir durch die Hafeneinfahrt. Gemächlich gleitet das Schiff an den vertrauten Molen vorbei. Alles kommt uns bekannt vor. Und trotzdem fühlt sich alles ein wenig anders an. Vor einer Woche sind wir voller Vorfreude losgefahren. Jetzt kehren wir mit unzähligen Erinnerungen zurück.

Wir genießen noch ein ausgiebiges Frühstück. Schließlich steht uns eine lange Rückreise mit der Deutschen Bahn bevor, und man weiß nie, wie lange die dauern wird. Außerdem haben wir genug Zeit, da unser Zug erst um 12:19 Uhr abfährt.

Nachdem das Schiff festgemacht hat, beginnt allmählich das Ausschiffen. Bis 08:00 Uhr müssen wir die Kabine geräumt haben und bis 10:30 Uhr das Schiff verlassen.

Kurz nach 10:00 Uhr gehen auch wir von Bord. Im Terminal sind unsere Koffer bereits bereit. Alle Koffer sind nach Deck sortiert, sodass wir sofort und ohne lange warten oder suchen zu müssen, unser Gepäck abholen können. Die gesamte Organisation am Kreuzfahrtterminal ist wirklich hervorragend.

Als wir das Terminal hinter uns lassen und uns noch einmal umdrehen, liegt die AIDAdiva friedlich am Kai. Für einen kurzen Moment halten wir inne. Es fällt uns schwer, Abschied zu nehmen.

Norwegen hat uns nicht nur mit seiner beeindruckenden Natur begeistert, sondern auch mit seiner Ruhe, Gelassenheit und Freundlichkeit. Wir erreichen Neubrandenburg um 14:30 Uhr.

Fazit der AIDA-Reise:

Unsere erste Kreuzfahrt auf der AIDAdiva war einfach unvergesslich!

Als Anfänger in der Kreuzfahrtwelt hatten wir keine anderen Schiffe zum Vergleichen, aber die Tour durch die „Norwegischen Fjorde“ hat uns total begeistert. Wir haben unglaublich viel gesehen, erlebt und die herrlichen Sonnenuntergänge genossen.

Der Urlaubsstart war extrem entspannend. Schon bei unserer Ankunft in Warnemünde wurden wir erstklassig und super freundlich empfangen.

Das Wetter war auch auf unserer Seite. Abgesehen von dem typischen Regentag im norwegischen Bergen hatten wir durchweg tolles Wetter.

Unsere Balkonkabine war gemütlich, gut gestaltet und der Ausblick am Morgen war einfach unbezahlbar.

Die Saunalandschaft an Bord ist echt klasse und perfekt zum Entspannen. Das Unterhaltungsprogramm auf der AIDAdiva ist wirklich erstklassig. Besonders das Theatrium hat uns sehr gut gefallen. Die Shows dort sind ein echtes Highlight!

Das Essen an Bord war insgesamt sehr lecker, allerdings gab es zwei kleine Ausnahmen: In der Pizzeria könnte man noch etwas verbessern und die Kruste der Haxe in der Almhütte war leider ziemlich hart. Wir hatten ein Getränkepaket gebucht. Wer an Bord keine Gedanken über zusätzliche Kosten verschwenden möchte, für den ist das Paket auf jeden Fall empfehlenswert. Es sorgt für ein rundum entspanntes Gefühl.

Wir hatten eine traumhafte erste Kreuzfahrt mit der AIDAdiva.