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Marokko - 19.04.2013

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19.04.2013
Das Frühstück im Hotel ist auch hier sehr spartanisch. Statt Butter gibt es nur Margarine, Joghurtbecher und Marmelade stehen zur Auswahl. Ich suche nach den ansonsten in jedem Hotel vorhandenen Frühstückseiern. Vergeblich! Erst mal eine Tasse Kaffee. Ich schaue auf die Tische der anderen Gäste. Und tatsächlich, es gab auf jeden Fall mal Eier. Also abwarten und Kaffee trinken. Schließlich wird mein Wunsch doch noch erfüllt. Die Eier gehen sogleich weg wie warme Semmeln. Das an sich sehr schöne Hotel hat somit auch seine Makel.

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Bevor unsere heutige Reise nach Erfoud beginnt, gibt es noch einen Fotostopp an einem Wegweiser in Zagora. Ein Foto vor diesem Schild ist für jeden Touristen ein Muss. Auf dem Schild steht: „Timbuktu: 52 Tage“ und besagt, dass eine Kamelkarawane genau 52 Tage benötigt, um in die sagenumwobene Stadt Timbuktu in Mali zu gelangen.
Die Busfahrt führt zunächst durch eine endlos scheinende öde Steinwüste zum Karawanenzentrum Rissani. Bei einem Zwischenstopp an einer Raststätte gibt es noch eine Überraschung. Jeder bestellt sich ein Getränk, bei mir ist es ein Tee. Hassan geht von Tisch zu Tisch und gibt uns Bescheid, dass ein Gast aus unserer Gruppe gerne die Bezahlung der Getränke für jeden von uns übernehmen möchte. Als wir dann wieder im Bus unsere Plätze eingenommen haben, löst Hassan das Rätsel auf. Für ein älteres Ehepaar ist der heutige Tag der goldene Hochzeitstag. Beide sind sehr liebenswerte Menschen und nehmen nun die Glückwünsche aller Mitreisenden im Bus entgegen. Ihre Hochzeitsreise führte sie damals, vor 50 Jahren,  ebenfalls durch Marokko.
IMG_2709 Die eigentliche Karawanserei vor den Toren von Rissani, so stellen wir später fest, gibt es gar nicht mehr. Es stehen nur noch einige Ruinen in der Wüste. Besser ist es, so Hassan, gleich den Souk von Rissani zu besuchen. Das machen wir dann auch. Alles wirkt dort noch sehr authentisch und es macht Spaß, durch diesen kleinen, aber feinen Markt zu schlendern. Und so füllt ein jeder von uns seinen eigenen Proviant etwas auf. Hier eine kleine Preisliste (ein Dirham entspricht knapp. 10 Cent):
1 kg Bananen oder Apfelsinen je 10 DH
1 Fladenbrot 2 DH
1 Flasche Wasser 7 DH
Unsre Tour endet heute nach ca. 300 km in Erfoud. Dieser Ort ist berühmt für seine Fossilien und zeugt von einer Zeit, da dieses Gebiet noch von riesigen Wassermassen überflutet war. Der Besuch einer Werkstatt, die sich auf die Aufarbeitung von Steinplatten mit den eingeschlossenen Fossilien spezialisiert hat, wird anschließend zur nächsten Verkaufsveranstaltung. Und letztendlich findet fast jeder eine Kleinigkeit.
Unser Hotel in Erfoud ist das Palms Club. Und auch hier gibt es etwas zu meckern. Ich suche in meinem Zimmer vergeblich nach Hand- bzw. Badetüchern. An der Rezeption dauert es eine kleine Ewigkeit, bis dieses Problem gelöst ist.
Um 16:00 Uhr soll der fakultative Ausflug zu den Sanddünen im Erg Chebbi beginnen. Ich habe also gerade  noch Zeit, mich etwas frisch zu machen. Die Geländewagen stehen schon bereit. Jeder hat 35 Euro für die Fahrt bezahlt. Ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass pro Jeep sechs Gäste vorgesehen sind. Es wird also kuschelig eng. Die Tour geht los und bald wird die befestigte Straße zu einer unbefestigten Straße und darauf folgt dann nur noch Sand. Jetzt sind die Fahrer in ihrem Element. Die Geländewagen schwärmen aus. Jeder Fahrer sucht seinen eigenen optimalen Weg. Der Spaßfaktor bleibt dabei nicht aus.IMG_2717 IMG_2724 Wir steuern ein Berberzelt in der Wüste an. Dort angekommen, wird eine Pause eingelegt. Von der Berberfamilie werden Tee und marokkanische Kekse gereicht. Es dürfen Fotos gemacht werden, bevor wir unsere Exkursion fortsetzen. Und dann sind wir endlich da. Der Blick auf die bis 150 m hohen Dünen ist sagenhaft. Vor den Sanddünen warten bereits dutzende Dromedare und ihre Führer auf die einfallenden Gäste. Noch einmal 15 Euro für einen Ritt auf einem Dromedar in die Sandwüste?IMG_2747 IMG_2751 Egal - das Erlebnis kommt so bald nicht wieder. Ich habe noch nie auf solch einem Tier gesessen und so halte ich mich lieber gut fest und achte auf meine Canon EOS 500D, als das Dromedar sich in die Höhe erhebt. Nach fünf Minuten auf dem Wüstenschiff in der Sandwüste bin ich eins mit meinem guten Tier. Es bereitet mir Freude, und ich mache aus dieser luftigen Höhe ein paar schöne Fotos. Wir dringen mit den Dromedaren immer tiefer in die Wüste ein, bis es für die Tiere nicht mehr weiter geht. Sanft legen sie sich nieder, wir steigen ab und erklimmen voller Begeisterung den Berg aus Sand. Die Aussicht von dort oben ist faszinierend. Wir genießen die Farbenpracht, die uns die langsam untergehende Sonne zaubert. Etwas warmer Wind kommt auf und das Objektiv an meinem Fotoapparat antwortet mit einem leichten Knirschen. Zeit also, alles wieder sandgeschützt zu verpacken.IMG_2756 IMG_2771 Bevor es ganz dunkel wird, machen wir uns auf den Rückweg. Unterwegs halten wir noch einmal völlig überraschend. Hier draußen in der stockdunklen Nacht ist wirklich nichts zu sehen. Werden wir jetzt gekidnappt? Die Fahrer zeigen nach oben in den Sternenhimmel. Der  Anblick - wie schön!!!
Wieder im Hotel, dusche ich mir jede Menge Sand aus den Haaren und vom Körper. Und auch mein Fotoapparat muss gründlich gereinigt werden.
Das späte Abendessen im Hotel gefällt mir ausgesprochen gut.



Aktualisiert ( Mittwoch, den 13. November 2013 um 17:54 Uhr )  

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