• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Marokko


Marokko - 17.04.2013

E-Mail Drucken
Beitragsseiten
Marokko
16.04.2013
17.04.2013
18.04.2013
19.04.2013
20.04.2013
21.04.2013
22.04.2013
23.04.2013
Fazit
Alle Seiten

17.04.2013
Der Reiseverlauf sieht vor: „Heute besichtigen Sie Marrakesch, Königsstadt und frühere Hauptstadt Marokkos, die ‚Perle des Südens‘“. Nach dem grottenschlechten Frühstück trifft sich die Gruppe um 08:30 Uhr. Wer nicht pünktlich ist, ist unser Reiseleiter Hassan. Der lässt auf sich warten. Die andere Gruppe (große Marokko Rundreise) hat sich bereits in einem separaten Raum zusammengefunden. Hassan erscheint mit einer 30-minütigen Verspätung. Nun muss aber alles auch schnell gehen. Mit „Yalla, Yalla“ wird die Gruppe zum Aufbruch gedrängt. Aber stopp - noch gibt es zwei Formalitäten zu erledigen. Zum ersten müssen die Voucher an Hassan übergeben werden. Ohne Voucher keine Stadtbesichtigung, sagt er. Aufgeregte Hektik verbreitet sich in der Gruppe. Die Hälfte flüchtet schnell ins Hotelzimmer, um diesen Reisegutschein zu holen. Zum zweiten möchte Hassan pro Kopf 15 Euro einsammeln. Das ist das Trinkgeld für die Woche, die Hassan für die Gruppe einplant. Ohne diesen Bakschisch auch keine Stadtbesichtigung. In den Allgemeinen Informationen zu Marokko von Phoenix steht dazu folgendes: „Damit Sie sich während der gesamten Rundreise nicht um Trinkgelder kümmern müssen, empfehlen wir pro Person/Woche eine Pauschale in Höhe von 15 Euro für Serviceleistungen der Kofferträger, der Busfahrer und der Reiseführung einzuplanen.“ Aus dieser Empfehlung wird nun bereits am ersten Tag eine Pflichtabgabe. Andere Länder, andere Sitten… Ohne Murren zahlt jeder „gerne“ die 15 Euro. Nun geht es endlich los. Wir sitzen im Bus, Hassan vergisst das Zählen seiner Schäflein, und die Tour kann starten.
Zu Beginn, Hassan hat jetzt gute Laune, lernen wir einige wichtige Vokabeln wie „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“, „Wie geht es dir“ usw. auf arabisch. Hassan spricht vor und alle im Bus müssen es ihm im Chor nachsprechen. Die Stimmung ist gut und fast alle machen voller Begeisterung mit. Ich nicht! Ich mag dieses Lehrer-Schüler-Nachplappern nicht. Und so gehen die arabischen Wörter bei mir in das eine Ohr rein und gleich wieder aus dem anderen raus.
IMG_2439 Unser erstes Ziel sind die Menara Gärten - ein Weltkulturerbe der UNESCO. Wer jetzt aber eine Gartenanlage oder einen weitläufigen Park mit Grünanlagen und Blumen erwartet, wird enttäuscht sein. Das ca. 100 Hektar große Areal besteht hauptsächlich aus einem Olivenhain. In dessen Zentrum befindet sich ein Wasserbecken mit vielen Fischen. Von diesem Bassin aus sorgt ein weit verzweigtes Kanalsystem für die notwendige Bewässerung. Angelegt wurde dieser Garten bereits in den Jahren 1156 bis 1157.
Wir sitzen nun alle wieder im Bus und Hassan telefoniert.IMG_2471 IMG_2481 Anschließend gibt er  bekannt, dass wir jetzt zum Hotel zurückfahren. Ein Gast ist bei der Abfahrt einfach vergessen worden...!
Nun, da wir vollzählig sind, steuern wir das nächste Highlight an. Wir besichtigen einen Ort voller Schönheit und Ruhe - die Saadier-Gräber. Im Internet habe ich dazu folgendes gefunden: „Vier Sultane ruhen in der 1917 wiederentdeckten Nekropole. Des weiteren auch mehr als 62 Angehörige der im 16. Jh. allmächtigen Dynastie der Saadier.IMG_2487 IMG_2494  Die Mausoleen sind mit prächtigen Carrara-Mamor und andalusisch anmutendem Mosaik- und Stuckwerk ausgestattet. Der prunkvollste Raum ist der Saal der Zwölf Säulen.“ Das Ganze wird durch eine wunderschön angelegte Gartenanlage abgerundet. Ich bin sehr beeindruckt.
Ebenso faszinierend ist der Komplex aus Räumen, Sälen, Innenhöfen und Gärten des Bahia Palastes.
Nun haben wir aber genug von Geschichte, Architektur und Kultur über Marrakesch erfahren. Der Mensch kann nur zu einem gewissen Grad die Fülle von Informationen in so kurzer Zeit aufnehmen. Und so steuern wir jetzt die Souks an. Doch vorher – es ist mittlerweile 14:30 Uhr - legen wir noch eine kleine Mittagspause ein. Hassan führt uns auf die Dachterrasse eines Restaurants und jeder bestellt, was er gerne möchte. Ich entscheide mich für eine marokkanische Suppe. Sie wird mit allerlei Beiwerk wie Fladenbrot, Oliven und etlichen kleinen Süßigkeiten geliefert. Alles schmeckt wirklich sehr lecker und ich bin mit meiner Wahl mehr als zufrieden.
IMG_2516 Bevor wir nun endgültig in den Souk von Marrakesch eintauchen, besuchen wir noch eine „Apotheke“. Wir werden in einen wohl temperierten Raum gebeten, indem uns zugleich Tee gereicht wird. Dann werden uns vielerlei Produkte gegen allerlei Wehwehchen angepriesen. Alles reine Naturprodukte! Nimm drei und bezahle nur zwei, kaufe dieses und du bekommst die ewige Jugend. Ich kaufe - wie immer - nichts. Trotzdem staune ich nicht schlecht, wie viel doch über die Ladentheke geht… Die Souks von Marrakesch sind die größten Marokkos und eine Attraktion auch für Einheimische.Vor zehn Jahren habe ich sie noch alleine erforschen dürfen. Heute muss die Gruppe zusammen bleiben. Wir bekommen sogar noch einen weiteren Marokkaner als Sicherheit, damit auch ja keiner verloren geht. In den Souks herrscht ein Gewirr von Menschen aus allen Ländern. IMG_2501 IMG_2511 Eselkarren bringen neue Ware oder dienen als Müllabfuhr, in Pferdekutschen werden Touristen befördert und Jugendliche auf Mopeds knattern laut durch die verwinkelten Gassen. Das Angebot der Händler lässt keine Wünsche offen. IMG_2523 IMG_2547 Textilien sind ebenso in Hülle und Fülle zu finden wie Teppiche, Lederartikel, Lampen, Teekannen, Schmuck, Holzfiguren, Schmiedearbeiten, exotische Gewürze und allerlei Obst und Gemüse. Garküchen bieten, wohl eher was für die Einheimischen, eine Vielzahl von Speisen an. IMG_2581
Langsam füllt sich der Platz auch mit allerlei Gauklern, Artisten, Geschichtenerzählern, Schlangenbeschwörern und Musikern, die trommeln, fiedeln, flöten und tanzen.
Um einen besseren Überblick über das rege Treiben zu bekommen, begeben wir uns auf die Terrasse eines Restaurants. Einzige Bedingung ist der Kauf eines Getränks. Scharenweise kommen die Touristen hier hoch. Die Aussicht von hier aus ist wirklich super.
Es ist schon sehr spät als wir wieder unser Hotel erreichen und noch immer herrschen draußen gute 35 Grad.



Aktualisiert ( Mittwoch, den 13. November 2013 um 17:54 Uhr )  

Neubrandenburg

Wallanl1.jpg

Marokko

IMG_2531.JPG

Design by i-cons.ch / etosha-namibia.ch