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Iran - 08.10.2015

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08.10.2015

IMG_4312 Ich mache am Morgen meinen Strandspaziergang am Kaspischen Meer. Der Strand ist noch fast leer. Nur wenige Menschen schauen auf die sich kräuselnden Wellen. Zu schade, dass wir diesen Ort schon wieder verlassen. Das ist der Nachteil einer gebuchten und bis ins letzte Detail geplanten und organisierten Rundreise.
Unser erstes Ziel heute ist das in ca. 1000 Meter Höhe und ca. 100 km südwestlich von Bandar e-Anzali gelegene malerische und historische Bergdorf Masuleh.IMG_4330 IMG_4333 Dieses besteht aus zahlreichen Terrassen, die in die steilen Berghänge hinein gebaut wurden. Die Häuser schmiegen sich an den Bergrücken und nicht selten ist das Dach eines Hauses gleichzeitig die Terrasse bzw. der Gehweg des darüber liegenden Gebäudes. Charakteristisch für die Häuser von Masuleh sind die balkonartigen Erker und Veranden aus Holz. IMG_4335 Die Einwohner sind auf Tourismus eingestellt und so wird viel Kunsthandwerk angeboten. Autos müssen am Ortsrand abgestellt werden. Wir haben ausreichend Zeit, diesen Ort zu erkunden. Auch für die Iraner scheint dieses Dorf ein beliebter Ausflugsmagnet zu sein. Als nächstes Reiseziel steuert unser Busfahrer die Rudkhān-Festung (persisch: Ghal'eh Rudkhān) an. Zur Mittagszeit entscheiden wir spontan, das Angebot eines Straßenverkäufers anzunehmen. Und schnell haben wir auch einen Händler mit Gebäck gefunden. Der Bus hält am Straßenrand und der Händler macht ein gutes Geschäft. Trotzdem - die Preise hier im Iran sind im Vergleich zu Deutschland lächerlich gering. Und das Gebäck hat sooo lecker geschmeckt! Es beginnt zu regnen, zum Glück nur ein leichter Nieselregen. Für die bevorstehende Wanderung ist das trotzdem nicht gut. Als wir den Parkplatz erreichen, schüttet es schon wie aus Gießkannen. Ist ein Aufstieg jetzt überhaupt möglich? IMG_4357 IMG_4358 Ein Teil der Gruppe wagt es. Ich bin dabei. Im unteren Teil, dort, wo wir jetzt sind, reihen sich die Verkaufsbuden dicht an dicht. Es herrscht Volksfeststimmung. Viele iranische Familien mit Kindern und Gruppen junger Leute versuchen sich am Aufstieg oder lassen es sich einfach nur gut gehen. Der Aufstieg ist nicht einfach. Der Weg zur Burg führt über einen fest angelegten Pfad. Sonst wäre es unmöglich gewesen wegen des feuchten Waldgeländes die Festung zu erreichen. Die etwa 1000 Stufen sind zum Teil extrem steil und die Stufenhöhen variieren häufig. Es wird immer anstrengender. Nach jeder Biegung kommt eine neue, nicht enden wollende Treppe. Und es regnet immer noch. Ich bekomme Kniebeschwerden. Mein linkes Kniegelenk hatte schon vor dem Urlaub etwas Probleme bereitet. Ich hatte es ignoriert und jetzt habe ich den Salat. Aber ein Aufgeben kommt nicht in Frage. Oben angekommen, macht der Regen eine kleine Pause. Ich brauche jetzt auch eine Pause, denn der Aufstieg war doch anstrengender als gedacht. Und wieder gibt es junge Iraner die uns ansprechen und begeistert darüber sind, dass wir ihr Land besuchen. Sie möchten mit uns zusammen ein Gruppenfoto machen. Die sehenswerte  ¬Rudkhan-Festung aus der Sassaniden- Dynastie ist eine aus Backstein und Stein gebaute mittelalterliche Burg die strategisch günstig zwischen zwei Berggipfeln erbaut wurde. Die Wehrmauern von 1,5 km Länge ziehen sich über die zwei Erhöhungen des Bergrückens. Es wird Zeit, den Abstieg zu beginnen. Bei erneut leichten Nieselregen ist die Rutschgefahr besonders hoch. Also aufgepasst! Mein Kniegelenk schmerzt bei dieser Tortur. Ich möchte nur noch sicher unten ankommen. Nach einer knappen Stunde ist es geschafft. Nun geht es mit dem Bus weiter über die Großstadt Rasht nach Qazwin. Zu Abend essen wir nicht im Hotel, sondern bereits vorher in einem Restaurant. Zum einem, weil wir den Zeitplan wieder nicht einhalten können, aber auch, weil das Essen im Hotel nach Aussage unserer Reiseleiterin nicht so prickelnd sein soll. Ali regelt alles per Handy. Das Essen im Restaurant ist ausgesprochen gut und somit steigt auch die Stimmung in der Gruppe. Spät am Abend checken wir dann im Hotel Marmar in Qazwin ein.



Aktualisiert ( Sonntag, den 24. April 2016 um 17:51 Uhr )  

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