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Irland - 19.06.2012

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19.06.2012
Um 6:30 Uhr besteige ich den Zug Richtung Berlin Hbf. Wenn alles klappt, bin ich um 9:13 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Um 11:15 Uhr soll mein Flieger abheben. Doch kurz vor Löwenberg hält der Zug unplanmäßig. Über eine Durchsage werden die Reisenden informiert, dass es auf Grund einer defekten Weiche zu einer Verspätung von wenigen Minuten kommen wird. Nach 15 Minuten wird mir klar, dass ich meinen Anschlusszug in Berlin Hbf. verpassen werde. Verdammter Mist! Ich gehe zur Schaffnerin, um mich über Alternativen zu informieren. Dort herrscht bereits ein großer Andrang. Nach 30 Minuten geht es endlich weiter. Auf dem Berliner Hbf. habe ich nicht viel Zeit. Mit schnellen Schritten und etwas außer Atem bekomme ich den nächsten Zug zum Flughafen. Somit bleibt es bei der unplanmäßigen Verspätung von ca. 30 Minuten. Dort, am Flughafen, klappt alles problemlos und pünktlich hebt die Maschine der Aer Lingus ab. Bereits um 12:35 Uhr Ortszeit, die Uhr muss um eine Stunde zurückgestellt werden, landet die Maschine in Dublin. Meine Reisetasche kann ich alsbald in Empfang nehmen und strebe zum Ausgang. Jetzt heißt es nur noch, das Schild und somit die Reiseleitung von „Berge & Meer“ zu finden. Aber trotz intensiver Suche ist sie nicht zu entdecken. Nun stehe ich da wie bestellt und nicht abgeholt. So langsam krieg ich ne Krise. Oh, das Ehepaar dort in meiner Nähe scheint den gleichen Kofferanhänger wie ich zu besitzen. In kurzer Zeit versammeln sich 8 Reisende aus Berlin. Es wird telefoniert. Wir müssen uns in Geduld üben. Ein Fahrer muss organisiert und zum Flughafen geschickt werden. Als wir im Aspect Hotel ankommen, entschuldigt sich die Reiseleiterin bei uns. Sie hatte auf einen verkehrten, ungültigen Flugplan -der neue Flughafen Berlin Brandenburg sollte ja bereits fertig und in Betrieb sein- geschaut. Sie überreicht uns die Zimmerschlüssel, benennt die Zeit für das Abendessen und informiert uns über die Bus-Verbindung in die Innenstadt von Dublin. Wir sollen nach Möglichkeit 2,65 EURO passend für die Busfahrt bereithalten. Bezahlt wird beim Fahrer. Das Geld wirft man in eine Automatenbox. Wechselgeld gibt es nicht zurück. Alle acht „Berliner“ entschließen sich für einen privaten Stadtbummel und so treffen wir uns an der Bushaltestelle wieder. Ich werfe 2,65 EURO in die altertümliche Box. Wie dieser Automat mein Geld aufzählt, bleibt mir ein Rätsel. Ich glaube, ich hätte genauso gut ein paar Knöpfe reinwerfen können. Es dauert ca. 45 Minuten bis in das Stadtzentrum; vorbei an unzälige Wohnvierteln. Mir fallen die Abgrenzungen der Vorgärten auf. Statt eines Zauns werden hier gleich feste Mauern hochgezogen. Bei den kleinen Grundstücken sieht das schon etwas eigenartig aus. Im Stadtzentrum fährt der Bus auf der nördlichen Seite des River Liffey entlang.IMG_1847 Ich steige, nachdem der Bus den Fluss über eine Brücke passiert hat, an der Dame Street aus.IMG_1851 Auf der Suche nach der O’Connell Street komme ich sogleich an dem Trinity College vorbei. Diese bereits im Jahre 1592 von Königin Elisabeth I gegründete Universität bewahrt unter anderem das weltberühmten „Buch der Kells“ auf. Ich überquere wieder den Liffey River und gelange in die O’Connell Street. Vorbei am O’Connell Monument (1882) schlendere ich die Hauptstraße entlang bis zur Skulptur „Spire“ (2003). IMG_1855 IMG_1860 Es ist eine 123 Meter hohe Säule aus Edelstahl, die sich von einem Durchmesser von 3 Metern an der Basis bis auf 15 Zentimeter in der Spitze verjüngt. Ich persönlich bin über die Bedeutung dieser Kunst im Zweifel. Die Iren selbst nennen sie den größten Zahnstocher der Welt. IMG_1862 Es wird nun langsam Zeit, den Rückweg anzutreten und so geht es wieder am O’Connell Denkmal vorbei und über die gleichnamige Brücke.IMG_1863 Daniel O’Connell war der bedeutendste nationalistische Führer und Politiker des 19. Jahrhunderts in Irland. Bis der Bus zurück zum Hotel fährt, reicht die Zeit noch für einem kurzen Besuch des Temple Bar Viertels. Ich schaue in einen Pub mit Live-Musik und höre mir den jugendlichen Nachwuchs auf der Straße an.
Das Abendessen wird nicht als Büfett angeboten. IMG_1865 Die Speisekarte ist in Englisch und Deutsch. Jeder kann aus einem 3 Gänge Menü jeweils aus zwei Alternativen wählen. Die Vorspeise besteht aus einem Salat oder einer Suppe. Ich bestelle Suppe. Das Hauptgericht kann gewählt werden aus Chicken oder Fisch. Ich entscheide mich für Chicken, denn Fisch möchte ich an der Westküste essen. Beides wird zusammen mit Kartoffelmus serviert. Zum Nachtisch gibt es zwei verschieden Kuchen und Tee oder Kaffee. Nach dem Abendessen besteht unsere Reiseleiterin noch auf einer Wiedergutmachung und spendiert allen acht „Berlinern“ einen Irish Coffee. Dieses Getränk ist einfach lecker!



Aktualisiert ( Montag, den 23. Juli 2012 um 05:17 Uhr )  

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