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Iran - 07.10.2015

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07.10.2015
Wecken um 06:30 Uhr, Frühstück ab 07:00 Uhr, Abfahrt um 08:00 Uhr. Wir verlassen heute schon wieder Tabriz. Unsere Reisepässe, die wir an der Rezeption abgeben mussten, bekommen wir nun wieder. Heute ist eine lange Busfahrt vorgesehen. Ganze 450 km fahren wir bis ans Kaspische Meer. Doch noch sind wir in Tabriz und holen den Besuch des Azarbaidjan-Museum mit seinen archäologischen und ethnologischen Sammlungen nach.IMG_4289 Danach jedoch sind wir aus Tabriz raus und haben die erste Straßenkontrolle hinter uns. Es werden noch einige folgen. Nicht wir werden kontrolliert, sondern unser Busfahrer, wie jeder andere LKW- oder PKW-Fahrer. Wahrscheinlich müssen Maut-Gebühren gezahlt werden oder es werden nur der Führerschein und die Zulassung kontrolliert. Aber auf jeden Fall wird auch das Fahrtenbuch zwecks Einhaltung der Fahrtzeiten inspiziert. Nur einmal schaut ein Kontrolleur in unseren Bus. Es herrscht Anschnallpflicht.IMG_4290 In jedem Ort, den wir durchfahren, sind an den Hauptverkehrsstraßen Bilder von jungen Männern zu sehen; ähnlich wie bei uns kurz vor einer anstehenden Wahl. Nur sind diese Abbildungen nicht auf billigem Pappkarton zu sehen, sondern für eine kleine Ewigkeit gemacht. Unsere Reiseleiterin klärt uns auf: Es sind die Darstellungen der jungen Männer, die im Irak-Iran-Krieg von 1980 bis 1988 für ihr Vaterland ihr Leben gelassen haben. Diese Plakate sind sogenannte Märtyrer-Bilder.
Zur Mittagszeit erreichen wir die Stadt Ardabil. Ein Teil der Reisegruppe verzichtet auf eine Mahlzeit. Sie wollen lieber die Straße entlang bummeln und in die umliegenden Geschäfte bummeln. Im Restaurant fotografiere ich eine an der Wand angebrachte Gaslampe, die direkt an einem Gasrohr angeschlossen ist.IMG_4296 IMG_4303 Das sieht schon etwas lustig aus. Nach der Mittagspause besuchen wir das Grabheiligtum des Ahnherrn der Safawiden-Dynastie, Shaikh Safi al-Din. Dieser gründete um 1400 hier ein Sufi-Ordenskloster, das später zu einer wichtigen Wallfahrtsstätte wurde. Das ganze Areal besteht aus einem Vorgarten, von dem aus man über einen Vorhof in einen Innenhof kommt. Von dort schließen sich eine Gebets- und eine Andachtshalle an. Neben der Andachshalle wiederum befinden sich der Grabturm des Scheich Safi, das Mausoleum des Schah Ismails, der Wohntrakt und das Chini Khaneh (Porzellanhaus). Ich bin schlicht überwältigt von so viel Herrlichkeit.
IMG_4304 IMG_4306 Von Ardabil aus geht es weiter bis nach Astara am Kaspischen Meer. Wir fahren jetzt entlang der Küstenstraße Richtung Süden. Ab Talesh ist der Blick auf den größten Salzsee der Erde versperrt. Wir nähern uns dem heutigen Ziel, der Hafenstadt Bandar e-Anzali. Es ist bereits dunkel, als wir unser Hotel Sefid Kenar erreichen. Hier am Kaspimeer sind die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur sehr hoch. Es ist eine völlig andere Klimazone als in Tabriz. Nach dem Einchecken (Reisepässe müssen abgegeben werden) und dem Bezug unserer Zimmer treffen wir uns eine 3/4 Stunde später zum Abendessen. Es werden große Teller mit den verschiedensten Gerichten in die Mitte der langen Tischreihe gestellt. Jeder kann sich nun nach Belieben auffüllen. Die Gerichte bestehen aus Fisch, Huhn und Kebab.
Für den morgigen Tag hat unsere Reiseleiterin die Abreise auf 08:00 Uhr festgelegt. Jedoch - es gibt Proteste. Wenn schon das Baden im Kaspischen Meer aus Zeitgründen nicht möglich sein wird, dann sollte doch wenigstens ein Strandspaziergang möglich sein. Wir beschließen die Abreise auf 08:30 Uhr zu verschieben.



Aktualisiert ( Sonntag, den 24. April 2016 um 17:51 Uhr )  

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