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Iran - 06.10.2015

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06.10.2015
Schneller als vorher gedacht finde ich das Gate für den Weiterflug nach Tabriz. Dort trifft sich die gesamte Reisegruppe einschließlich Reiseleiterin. In der Wartezone werde ich, wahrscheinlich von einem Iraner, gefragt: „Where do you come from?“  Tatsächlich -  es ist ein junger Iraner. Er stellt sich vor und fragt anschließend nach meinem Wohin. Das Austauschen von Handy-Nummer und E-Mail Adresse lehne ich aber anschließend ab. Kein „Aufreger“ für unsere Reiseleiterin. Geduldig und freundlich beantwortet auch sie jede Frage der Iraner. Für sie ist diese „Aufdringlichkeit“ nichts Besonderes. Die Iraner sind einfach nur an allem interessiert, das außerhalb des Iran passiert. Es ist die reine Neugierde der Iraner an uns Westeuropäern. Pünktlich geht es dann um 00:25 mit der Turkish Airline weiter Richtung Tabritz. Dieses Mal – auf dem Flug nach Istanbul bestellte ich Beef -  wähle ich Lachs als warme Mahlzeit. Wir landen um halb vier Ortszeit. Halt! - kurz vor der Landung geschieht etwas in völliger Ruhe und Gelassenheit: Alle Frauen im Flieger bedecken ihr Haupt mit einem Kopftuch. Auch die iranischen Frauen, soweit ich das einschätzen kann, hatten bis jetzt auf eine Verhüllung ihrer Haare verzichtet.
Nach der Landung ist die Passkontrolle so unspektakulär wie, als würde ich in ein x-beliebiges Land außerhalb der EU verreisen. Nun kommt, wie immer, der spannende Augenblick am Gepäckband. Glücklich greife ich nach meiner Reisetasche auf dem Förderband. Anschließend werden wir von unserem lokalen Reiseleiter Ali empfangen. Beide - unsere deutsche Reiseleiterin und Ali - kennen sich und das Wiedersehen ist überschwänglich. Ali gibt erste Infos: Toiletten sind dort, Geld tauschen ist nicht nötig, weil er schon alles für den Anfang organisiert hat. Und: Herzlich willkommen im Iran!
Gegen 05:00 Uhr sind wir in unser erstes Hotel im Iran, dem International Tabriz. Kurze Info unserer Reiseleiterin: Wecken um 07:30 Uhr, Frühstück und dann Abfahrt um 09:00 Uhr. Was für ein Horror! Ich habe Urlaub! Es gibt Probleme, und da bin ich nicht der Einzige Betroffene, mit meiner Zimmerkarte. Noch einmal zur Rezeption; Karte wird neu geladen; jetzt klappt es mit der Technik. Pünktlich um 09:00 Uhr im Bus - wir sind schließlich eine deutsche Reisegruppe… - verteilt Ali Briefumschläge, die 50 Euro in der Landeswährung Rial enthalten. Ali hat uns alle soeben zu Millionären gemacht. Ali ist nicht nur unsere private Wechselstube; Ali verteilt auch an jeden eine kostenlose Flasche Wasser an jedem Tag unserer Reise. IMG_4231 IMG_4232 Unser Busfahrer steuert das erste Ziel an diesem Tag an..Wir erkunden das Bergdorf Kandovan, das sich ca. 50 km südlich von Tabriz am Ausläufer des Sahand-Gebirges befindet. Die Gegend weckt Erinnerungen an Kappadokien. In den Tuffsteinkegel wurden, ähnlich wie in Kappadokien, Häuser hinein gebaut. Alles wirkt hier wie im Mittelalter.
Nach dem Rundgang und einem Tee, gereicht von unserem Busfahrer, geht es zurück nach Tabriz.IMG_4233 IMG_4235 Wir machen Halt vor einem wunderschönen Restaurant. Die Inneneinrichtung ist sehr exotisch. Man kann auf Teppichen oder an Tischen Platz nehmen. Wir bestellen uns einen Eintopf mit Hammelfleisch. Dazu gibt es Fladenbrot. Jeder bekommt dieses Brot in der Größe eines Handtuchs. Alles schmeckt echt lecker.
Der nächste Programmpunkt ist der Besuch des Azarbaidjan-Museum. Tabriz (oder auch Täbris) ist die Hauptstadt von Ost-Aserbaidschan im Iran und das kulturelle Zentrum der iranischen Aserbaidschaner. Leider hat das Museum auf Grund einer Inventur ausgerechnet heute geschlossen. Ehrlich gesagt bin ich darüber nicht traurig, denn so langsam brauche ich ein Bett.IMG_4262 IMG_4278 Aber gleich nebenan befindet sich die Blaue Moschee, die wichtigste Sehenswürdigkeit von Tabriz. Der Name gab ihr der blaue Fliesenschmuck. Für mich persönlich ist die Besichtigung einer Moschee auch immer der Eintritt in eine faszinierende, zauberhafte Märchenwelt. Zeigt sie doch die wundervolle Pracht des alten Persien sehr anschaulich.
IMG_4284 Nach einem kurzen Abstecher auf den Basar sind wir um 18:00 Uhr wieder in unsem Hotel. Um 19:00 Uhr ist Abendessen und anschließend falle ich todmüde in mein Bett.



Aktualisiert ( Sonntag, den 24. April 2016 um 17:51 Uhr )  

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