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Neubrandenburg
bis 19. Jahrhundert
bis 1945
nach 1945
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Am 18. August 1170 wurde am Nordufer des Tollensesees ein Kloster gegründet, um die Christianisierung der ansässigen slawischen Bevölkerung zu beschleunigen. Jedoch zeigte sich bereits hier die bis heute tief verwurzelte Mentalität der Mecklenburger. Der Baubeginn für die Klosteranlage Broda begann nicht vor 1240, also über 100 Jahre nach dem Untergang von Rethra.
Am 4. Januar 1248 unterzeichnet Johann I., Markgraf von Brandenburg in Spandau den Stiftungsbrief zur Gründung der Stadt Neubrandenburg und beauftragte seinen Ritter Herbord von Raven, Siedler zu gewinnen und mit dem Aufbau der Stadt zu beginnen. Nach der Gründung der Stadt blieben die Bürger Neubrandenburgs für knapp sechs Jahre abgabenfrei und hatten verschiedene andere Vergünstigungen. 1287 erhielt Neubrandenburg das Stadtrecht und damit ein eigenes Wappen. Das Wappen zeigt auf silbernem Schild ein rotes zweipfortiges, spitzbogiges Stadttor, bekrönt durch sechs Zinnen und zwei Spitztürme, zwischen denen ein blauer Kübelhelm mit rotem Adlerfluge steht. Durch Heirat kamen 1298 Neubrandenburg und Stargard in den Besitz der Fürsten von Mecklenburg. Bald nach 1300 wurde mit dem Bau einer steinernen Wehranlage mit seinen Stadttoren und Wiekhäusern begonnen. Neubrandenburg, die Stadt der vier Tore, gelegen am Tollensesee, erlebte in der Folge eine Blütezeit. Geprägt durch Handel, Handwerk und Landwirtschaft, wurde die Stadt Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Stargard.
Der Dreißigjährige Krieg zerstörte alle Bemühungen der Bürger Neubrandenburgs. 1627 wurde die Stadt belagert und schließlich eingenommen. Kaiserliche Truppen unter General Tilly richteten 1631 unter der Bevölkerung ein grausames Blutbad an. 1665 musste die Stadt auf Grund der Kriegsschäden und Überschuldung Konkurs anmelden. Und es sollte noch schlimmer kommen. 1676 wurden bei einem verheerenden Stadtbrand nur 16 Häuser und 15 Buden verschont.



Aktualisiert ( Samstag, den 20. November 2010 um 07:50 Uhr )  

Neubrandenburg

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