• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Geschichtliches

E-Mail Drucken
Beitragsseiten
Neubrandenburg
bis 19. Jahrhundert
bis 1945
nach 1945
Alle Seiten

Es ist schon verdammt lange her, ich kann mich nur noch dunkel erinnern, es war das Ergebnis der letzten Eiszeit, als die Sommer wieder wärmer wurden und das Eis sich langsam zurückzog und ein großer See zurückblieb. Alsbald kamen die ersten Menschen, es waren Germanen, und siedelten an diesem mit Fischreichtum gesegneten See. Diese burgundischen Stämme siedelten bis ins 2. Jahrhundert nach Christi an den Ufern des Sees. Die Stämme  setzten sich jedoch auf Druck der Goten Richtung Südwesten in Bewegung. Noch lange sprachen sie von ihrer Urheimat, dem Nebelland (Nibelunc).
Durch den Einfall der Hunnen aus den Steppen Asiens und der daraus entstandenen Völkerwanderung drängten später im 6. Jahrhundert immer mehr Slawen in das von Germanen verlassene Gebiet. Es waren vornehmlich die Stämme der Liutizen, Tollenser und Redarier welche den Wild- und fischreichen Raum schätzten. Sie gehörten dem losen Bund der Liutizen an und verehrten verschiedene Götter und Naturgeister. Der bekannteste Gott trug den Namen Swarosic, der Sohn des Sonnengottes. Viele Jahre später wurde daraus Radegast und für die Redarier der schützenden Stammes- und Kriegsgott. Am Südufer des Tollensesees, dessen slawischer Name sich von dolenzia = Talniederung herleitet, errichteten sie ein zentrales Heiligtum – Rethra. Die Slawen unterstanden keinem zentralistischen Feudalstaat und widersetzten sich einer Christianisierung. Im Namen Gottes versuchten deutsche Kaiser und Könige, Fürsten und Bischöfe das starke Slawen-Heidentum zu beseitigen. Der heilige Ort Rethra wurde zum Sammelpunkt slawischen Widerstandes. 1066 erstürmte Bischof Burghard von Halberstadt Rethra, aber erst 1125 gelang es Sachsenherzog Lothar das Heiligtum  niederzubrennen und somit die Macht der slawischen Priester zu beenden.



Aktualisiert ( Samstag, den 20. November 2010 um 07:50 Uhr )  

Neubrandenburg

Marienk2.jpg

Design by i-cons.ch / etosha-namibia.ch